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Acht Stunden Schlaf sind Pflicht, der beste Schlaf findet vor Mitternacht statt und ein Glas Wein hilft beim Einschlafen – rund um unseren Schlaf halten sich viele vermeintliche Weisheiten hartnäckig.

Doch nicht alles, was wir über guten Schlaf gelernt haben, stimmt auch. Manche Aussagen haben einen wahren Kern, andere gehören eindeutig ins Reich der Mythen. Zeit für einen Faktencheck: Was stimmt wirklich – und was können wir getrost vergessen?

  1. Jeder Mensch braucht genau acht Stunden Schlaf

MYTHOS

Acht Stunden gelten häufig als die magische Zahl für eine erholsame Nacht. Tatsächlich gibt es aber keine Schlafdauer, die für jeden Menschen gleichermaßen optimal ist. Der individuelle Schlafbedarf hängt unter anderem vom Alter und von persönlichen Voraussetzungen ab. Für die meisten Erwachsenen werden etwa sieben bis neun Stunden Schlaf pro Nacht empfohlen. Entscheidend ist also nicht, jeden Abend exakt acht Stunden zu erreichen. Auch die Schlafqualität spielt eine Rolle:  Wer ausreichend lange im Bett liegt, aber häufig längere Zeit wach ist oder sich morgens dauerhaft nicht erholt fühlt, sollte deshalb nicht nur auf die Zahl auf der Uhr schauen.

Schlaf
  1. Ein regelmäßiger Schlafrhythmus kann den Schlaf unterstützen

STIMMT

Unser Körper orientiert sich an einem natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus. Möglichst regelmäßige Zeiten für das Schlafengehen und Aufstehen können diesen Rhythmus unterstützen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass du jeden Abend minutengenau zur selben Zeit ins Bett gehen musst. Vielmehr geht es darum, größere und dauerhafte Verschiebungen des Schlafrhythmus möglichst zu vermeiden.

Auch am Wochenende kann es deshalb sinnvoll sein, den gewohnten Rhythmus nicht vollständig über Bord zu werfen.

  1. Der beste Schlaf ist vor Mitternacht

MYTHOS MIT WAHREM KERN

„Eine Stunde Schlaf vor Mitternacht ist besser als zwei danach“ – diesen Satz haben vermutlich viele schon einmal gehört.

So einfach ist es allerdings nicht.

Richtig ist: In den ersten Schlafzyklen einer Nacht verbringen wir normalerweise besonders viel Zeit im Tiefschlaf. Gegen Morgen nimmt dagegen der Anteil des REM-Schlafs zu.

Entscheidend ist dabei jedoch nicht, ob auf der Uhr gerade 23:30 oder 00:30 Uhr steht. Vielmehr spielen unser individueller Schlaf-Wach-Rhythmus und der Zeitpunkt eine Rolle, zu dem wir schlafen gehen.

Der frühe Tiefschlaf ist also wichtig – Mitternacht selbst besitzt aber keine magische Grenze.

Mehr darüber erfährst du in unserem Ratgeber Schlafphasen einfach erklärt: Was passiert, während wir schlafen?

Schlafphasen-Infografik
  1. Wer gut schläft, wacht nachts niemals auf

MYTHOS

Du bist mitten in der Nacht kurz wach geworden? Das bedeutet nicht automatisch, dass du schlecht schläfst.

Unser Schlaf besteht aus mehreren Schlafzyklen und verschiedenen Schlafphasen. Kurze Wachphasen können dabei ganz natürlich auftreten. Häufig sind sie so kurz, dass wir uns am nächsten Morgen gar nicht mehr daran erinnern.

Entscheidender ist, ob du nach dem Aufwachen wieder einschlafen kannst und dich am nächsten Tag erholt fühlst.

Wenn du dagegen regelmäßig lange wach liegst oder dich deine nächtlichen Wachphasen im Alltag beeinträchtigen, solltest du das genauer beobachten und anhaltende Schlafprobleme ärztlich abklären lassen.

  1. Wer nachts schlecht schläft, sollte den fehlenden Schlaf tagsüber nachholen

SO PAUSCHAL NICHT

Ein kurzer Mittagsschlaf kann durchaus erholsam sein und vorübergehende Müdigkeit reduzieren. Er ersetzt aber nicht automatisch regelmäßig fehlenden oder schlechten Nachtschlaf.

Wer ohnehin Schwierigkeiten hat, abends einzuschlafen, sollte außerdem darauf achten, wann und wie lange er tagsüber schläft. Ein ausgedehnter oder später Mittagsschlaf kann dazu führen, dass am Abend weniger Schlafdruck vorhanden ist.

Statt regelmäßig Schlaf „nachholen“ zu müssen, ist deshalb ein möglichst konstanter Schlaf-Wach-Rhythmus die bessere Basis.

  1. Sport am Abend ist schlecht für den Schlaf

MYTHOS

Diese Aussage ist zu pauschal. Bewegung kann grundsätzlich sogar zu einer besseren Schlafqualität beitragen. Und auch Sport am Abend führt nicht automatisch zu schlechterem Schlaf. Studien zeigen, dass selbst moderate oder intensivere Bewegung am Abend nicht grundsätzlich mit schlechterem Schlaf verbunden sein muss.

Wie wir darauf reagieren, ist allerdings individuell. Wer nach einem intensiven Workout noch lange aufgedreht ist, kann das Training etwas früher einplanen oder am Abend auf ruhigere Bewegung setzen.

Statt einer festen Regel wie „Nach 19 Uhr kein Sport mehr“ gilt deshalb: Beobachte, was dir persönlich guttut.

  1. Frühaufsteher sind produktiver als Langschläfer

MYTHOS

Um fünf Uhr aufstehen, Sport machen und bereits vor dem Frühstück die ersten Aufgaben erledigen: Frühes Aufstehen wird gerne mit besonderer Produktivität verbunden.

Dabei unterscheiden sich Menschen in ihrem Chronotyp – also darin, zu welchen Tageszeiten sie natürlicherweise eher wach und leistungsfähig beziehungsweise müde sind.

Manche Menschen starten früh voller Energie in den Tag, andere erreichen ihre leistungsfähigste Phase später.

Früh aufzustehen macht einen Menschen deshalb nicht automatisch produktiver – und länger zu schlafen erst recht nicht fauler.

  1. Alkohol hilft beim Schlafen

MYTHOS

Ein Glas Wein macht müde – also müsste Alkohol doch eigentlich beim Schlafen helfen?

Genau hier liegt der Irrtum. Alkohol kann zwar unter bestimmten Bedingungen dazu führen, dass man schneller einschläft. Das bedeutet aber nicht, dass der anschließende Schlaf erholsamer ist.

Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit zeigt beispielsweise Veränderungen der Schlafarchitektur und eine Beeinträchtigung des REM-Schlafs nach Alkoholkonsum; die Effekte nehmen mit höheren Mengen zu.

Der vermeintliche „Schlummertrunk“ ist deshalb kein geeigneter Schlafhelfer.

  1. Melatonin ist einfach ein klassisches Schlafmittel

MYTHOS

Melatonin wird häufig als „Schlafhormon“ bezeichnet. Daraus entsteht schnell der Eindruck, Melatonin würde wie ein klassisches Schlafmittel wirken und uns einfach „ausschalten“.

So funktioniert es jedoch nicht.

Melatonin ist ein körpereigenes Hormon und spielt eine wichtige Rolle für unseren Schlaf-Wach-Rhythmus. Vereinfacht gesagt steigt seine körpereigene Ausschüttung bei Dunkelheit an und signalisiert dem Körper, dass die Ruhephase näher rückt.

Genau hier setzt auch das Schaebens Melatonin SOFORT-Spray an: Das enthaltene Melatonin trägt dazu bei, die Einschlafzeit zu verkürzen und bietet dadurch eine praktische Unterstützung beim Einschlafprozess.

Der Schaebens Schlaf-Komplex bietet eine weitere Möglichkeit für alle, die ihren Schlaf gezielt unterstützen möchten. Seine ausgewählte Rezeptur mit 2-Phasen-Technologie ist auf die Unterstützung rund um einen erholsamen Schlaf abgestimmt.  Sie unterstützt mit Melatonin das Einschlafen und mit Baldrian die Aufrechterhaltung des Schlafs.

Mehr über Melatonin und seine Bedeutung für unseren Schlaf erfährst du in unserem Ratgeber Was ist Melatonin und wie hängt es mit einem gesunden Schlaf zusammen?

 

  1. Für guten Schlaf muss das Schlafzimmer möglichst kalt sein

MYTHOS MIT WAHREM KERN

Ein eher kühles Schlafzimmer empfinden viele Menschen als angenehm. Das bedeutet aber nicht, dass es eine exakte Raumtemperatur gibt, bei der jeder Mensch automatisch besser schläft.

Wichtiger ist, dass du dich in deinem Schlafzimmer wohlfühlst und weder frierst noch schwitzt. Auch eine ruhige, möglichst dunkle Umgebung kann gute Schlafbedingungen unterstützen.

Vor dem Zubettgehen zu lüften kann außerdem für ein angenehmes Raumklima sorgen.

Statt dich also an einer vermeintlich perfekten Gradzahl festzuhalten, gilt auch hier: Schaffe eine Schlafumgebung, in der du persönlich gut zur Ruhe kommst.

Schlaf-Header

Fazit: Beim Schlaf gibt es selten die eine Regel für alle

Genau acht Stunden schlafen, unbedingt vor Mitternacht ins Bett gehen und abends keinen Sport mehr machen: Viele bekannte Schlafregeln klingen eindeutig – wissenschaftlich betrachtet sind sie häufig deutlich differenzierter.

Unser Schlaf ist individuell. Statt sich an vermeintlich perfekte Vorgaben zu klammern, lohnt es sich deshalb, auf regelmäßige Schlafgewohnheiten, ausreichend Schlaf und das eigene Wohlbefinden zu achten.

Und falls es mit dem Einschlafen einmal nicht so gut klappt: Eine entspannte Abendroutine, eine angenehme Schlafumgebung und ein bewusster Umgang mit Licht, Koffein und Alkohol können gute Voraussetzungen für eine erholsame Nacht schaffen.

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