Umwelt

Schaebens Umweltziele und -Maßnahmen

Als Familienunternehmen mit langer Tradition verbinden wir Erfahrung mit Neugier und Innovationsgeist. Gerade diese Kombination hilft uns dabei, unseren ökologischen Fußabdruck kontinuierlich zu verringern und so die Auswirkungen unseres unternehmerischen Handelns auf die Umwelt zu reduzieren. Dabei setzen wir insbesondere bei den Themen Klima und Energie  sowie Verpackungen an. Gleichzeitig verstehen wir Nachhaltigkeit im Sinne des ganzheitlichen ZNU-Ansatzes als umfassende Aufgabe. Deshalb sind zudem Maßnahmen zu weiteren Umweltaspekten wie Abfall oder Biodiversität Teil unseres Nachhaltigkeitsmanagements entlang des ZNU-Standards Nachhaltiger Wirtschaften. Auch diese Themen sind uns wichtig. Entsprechend den Ergebnissen unserer Wesentlichkeitsanalyse legen wir hierauf jedoch nicht unseren Fokus.

Klima und Energie

Der Klimawandel ist eines der größten globalen Probleme unserer Zeit. Ein wesentlicher Treiber sind wirtschaftliche Aktivitäten, durch die zwangsläufig Treibhausgase entstehen. Auf Unternehmensebene werden diese beispielsweise verursacht durch:

  • Produktions- und Verbrauchsmaterial,
  • Anbau von Rohwaren,
  • Nutzung von Elektrizität,
  • Transporte
  • und vieles mehr.

Diese Emissionen tragen zum Treibhauseffekt und damit zum Anstieg der globalen Durchschnittstemperaturen bei. Auch wir verursachen durch unsere Geschäftstätigkeiten Emissionen. Deshalb erfassen wir unsere Auswirkungen, identifizieren Reduktionspotenziale und arbeiten kontinuierlich daran, Emissionen insbesondere dort zu verringern, wo wir Einfluss nehmen können.

Wir gehen in drei Schritten vor:

  1. Emissionen erfassen: Wo stoßen wir wie viele Treibhausgase aus?
  2. Emissionen vermeiden und verringern: Wie können wir unseren CO2-Ausstoß gezielt senken – zum Beispiel durch effizientere Prozesse, neue Technologien oder veränderte Arbeitsweisen?
  3. Klimaschutzprojekte unterstützen: Wie können wir darüber hinaus einen zusätzlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten, etwa durch die Förderung anerkannter Projekte?

Emissionen erfassen: Wo stoßen wir wie viele Treibhausgase aus?

Seit 2016 berechnen wir jedes Jahr unseren Corporate Carbon Footprint (CCF). Dieser Unternehmens-Fußabdruck bildet unsere gesamten Treibhausgasemissionen ab. Dabei erfassen wir zum einen direkte Emissionen (Scope 1), zum Beispiel aus der Wärmeerzeugung oder aus dem Kraftstoffverbrauch unseres Fuhrparks. Zum anderen berücksichtigen wir indirekte, von uns beeinflussbare Emissionen (Scope 2), etwa aus dem Bezug von Strom und Wärme. Alle übrigen CO2-Emissionen, die nicht unserer direkten unternehmerischen Kontrolle unterliegen, werden in Scope 3 ausgewiesen. Dazu zählen zum Beispiel die Gewinnung von Rohstoffen sowie die Herstellung von Verpackungen und Produkten.

Schaebens-Nachhaltigkeit-Environmental

Die CCF-Berechnung wird nach geltenden Standards des international anerkannteren GHG-Protokolls durchgeführt und unabhängig bestätigt. Unsere aktuelle Berechnung umfasst die Scopes 1 bis 3 für die Haus Schaeben GmbH & Co. KG für den Zeitraum Januar bis Dezember 2024 und beläuft sich auf 9.391 Tonnen CO2. Wichtig zu wissen: CO2 steht hier stellvertretend für alle Arten von Treibhausgasen. Wir fassen diese in Form von sogenannten CO2-Äquivalenten zusammen, um ihre Wirkung vergleichbar zu machen.

Unser Corporate Carbon Footprint

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Auf dieser Basis können wir Schwachstellen und relevante Emissionsquellen erkennen.

Emissionen vermeiden und verringern: Hier setzen wir an

Für sämtliche Unternehmensabläufe haben wir Ziele, Maßnahmen und Verantwortlichkeiten zur Reduktion und Vermeidung von Treibhausgasemissionen festgelegt.

Einiges haben wir bereits umgesetzt, an weiteren Verbesserungen arbeiten wir:

  • Wir haben unseren Energieverbrauch gesenkt: Dazu haben wir auf stromsparende LED-Leuchten umgestellt, die Heizungsanlage in der Lagerhalle modernisiert und in ein besser isoliertes Tor für das Lager investiert.
  • Wir haben eine Photovoltaikanlage mit 162 Modulen und der Leistung von 55,3 kWp gebaut und beziehen seit 2019 ausschließlich Ökostrom.
  • Unseren firmeneigenen Fuhrpark haben wir bereits zu über 80 % auf alternative Antriebsformen – E-Cars und Plug-in-Hybridfahrzeuge – umgestellt. Bereits seit 2020 kaufen wir Neufahrzeuge nur noch mit alternativen Antriebsformen. Wir bauen die Ladeinfrastruktur kontinuierlich aus und machen Mitarbeitenden mit BikeLeasing ein emissionsarmes Mobilitätsangebot.
  • Im Arbeitsalltag achten wir darauf, Ressourcen dort einzusparen, wo es sinnvoll und möglich ist (z. B. durch Mülltrennung, Reiseregelungen, Umstellung von Papierhandtüchern auf eine emissionsärmere Alternative).
  • Ein besonderes Augenmerk liegt bei uns auf der kontinuierlichen Optimierung der Verpackungen. Hier findest du weitere Informationen zu den Schritten, die wir schon gegangen sind.
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Der größte Posten in unserer Klimabilanz sind – wie bei den meisten Unternehmen – die Scope-3-Emissionen. Dazu zählen insbesondere die Produktverpackungen, die Inhaltsstoffe und die Herstellung der Produkte sowie deren Transport. Scope 3 ist zugleich der Bereich, in dem die Umsetzung von Maßnahmen besonders anspruchsvoll ist: Wir können hier nur dann wirksam werden, wenn wir gemeinsam mit unseren Lieferanten und Kunden handeln.

Deshalb arbeiten wir kontinuierlich daran, unsere Logistik weiter zu optimieren. Für Transporte innerhalb Deutschlands und der EU optimieren wir die Auslastung der LKWs. Außereuropäische Exports/Imports organisieren wir, wo möglich, über den Seeweg.

Bereits bei der Entwicklung neuer Produkte betrachten wir die gesamte Wertschöpfungskette und beziehen Umweltaspekte frühzeitig in unsere Entscheidungen ein. So prüfen wir beispielsweise, wo der Einsatz von Rohstoffen regionaler Herkunft sinnvoll und möglich ist, und wie sich Verpackungsmaterial reduzieren lässt. Zudem setzen wir darauf, gemeinsam mit unseren Lieferanten Möglichkeiten zur Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen zu entwickeln. Bisher haben wir unsere Anstrengungen vor allem auf die Bereiche Scope 1 und Scope 2 konzentriert, da wir hier den größten direkten Einfluss haben. Die Reduktion von Scope-3-Emissionen wird zukünftig ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit sein, auch wenn sie aufgrund der Vielzahl an externen Einflussfaktoren eine besondere Herausforderung darstellt.

Klimaschutzprojekte unterstützen

Eine weitere Säule unseres Engagements im Bereich Klima und Energie ist die finanzielle Unterstützung ausgewählter Klimaschutzprojekte in anderen Ländern. Wir fördern ein Projekt für effizientere Kochöfen in der Elfenbeinküste, das dazu beiträgt, den Brennstoffverbrauch und die damit verbundenen Emissionen beim Kochen zu reduzieren. Darüber hinaus unterstützen wir ein Projekt für sauberes Trinkwasser in Uganda. Durch die Bereitstellung von Wasserfiltern erhalten Haushalte und Einrichtungen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Gleichzeitig werden Emissionen reduziert, da das Wasser nicht mehr über offenem Feuer abgekocht werden muss.

Rechnerisch vermeiden die beiden Projekte mit unserem Finanzierungsanteil so viele Emissionen, wie wir durch unsere Geschäftstätigkeit aktuell verursachen. Uns ist jedoch bewusst, dass Klimaschutz nicht allein durch Kompensation gelingt. Deshalb verstehen wir dieses Engagement ausdrücklich als ergänzende Maßnahme zu unseren eigenen Reduktionsanstrengungen.

Verpackungen: Der Lebenszyklus im Blick

Wir wollen mit unseren Produkten Selbstfürsorge einfach machen. Unsere Verpackungen sind nicht nur bequem und sicher, sondern auch unser größter Hebel, unsere Nachhaltigkeitsstrategie umzusetzen: Allein diese Materialien sind für 11 % unserer CO2-Bilanz verantwortlich. Hier können wir mit optimierter Technik und anderem Material sowohl Ressourcen als auch Treibhausgase einsparen. Mit Hilfe von Recyclingmaterial, besserer Recyclingfähigkeit und Hinweisen zur richtigen Entsorgung können wir zur Kreislaufwirtschaft beitragen.

Kleiner und feiner – weniger Materialeinsatz

Unsere erste Idee für Verpackungen mit kleinerem CO2-Fußabdruck und weniger Materialeinsatz war naheliegend: Wir haben die Verpackungen kleiner und leichter gemacht. Bei den Tuchmasken, Hydrogel-Masken und Fußmasken setzen wir inzwischen auf ein kleineres sowie kompakteres Sachet-Format. Durch den Einsatz einer leichteren, dünneren Folie konnten wir zudem den Materialeinsatz bei all unseren Creme-Beuteln verringern – selbstverständlich bei gleichem Inhalt.

Recycling einfach machen

Wenn eine Verpackung aus Monomaterial besteht, ist sie besser zu recyceln als eine, die aus mehreren unterschiedlichen Lagen aufgebaut ist. Seit 2020 setzen wir daher ausschließlich PP-Monofolien ein und erzielen dadurch eine Recyclingfähigkeit von über 90%.

Im Recyclingprozess spielt auch die Farbe von Verpackungen eine Rolle. Schwarze Kunststoffe absorbieren Infrarotlicht, wodurch sie für automatische Sortieranlagen „unsichtbar“ werden. Oft landen sie im Restmüll, obwohl sie ein Wertstoff sind. Deshalb haben wir uns für ein Redesign aller unserer schwarzen Verpackungen entschieden. Mit dem neuen Design aus Grauabstufungen, zum Beispiel bei den Schaebens Aktivkohle Masken, verbessern wir bewusst die Recyclingfähigkeit dieser Verpackung.

Die Recyclingfähigkeit unserer Verpackungen wird durch das unabhängige Institut cyclos-HTP geprüft und zertifiziert.

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Neues Leben für Materialien

Kreislaufwirtschaft ist genau das, was der Name sagt: ein Kreislauf. Materialien werden nach ihrer Nutzung recycelt und als wertvolle Rohstoffe wieder in den Produktionsprozess zurückgeführt.

Ein Beispiel dafür ist der Einsatz von Rezyklaten. Dabei handelt es sich um recycelte Kunststoffe, die aus gebrauchten Verpackungen gewonnen und aufbereitet werden. Bei Schaebens setzen wir – wo sinnvoll und möglich – Rezyklate bereits gezielt ein: So bestehen unsere Tuben zu 49 % aus recyceltem Material (bezogen auf die Tube ohne Verschluss). Bei unserem Latschenkiefer Fluid werden PET-Flaschen (ohne Verschluss und Etikett betrachtet) aus 100 % recyceltem Kunststoff (rPET) genutzt. Im Rahmen eines Pilotprojekts entwickeln und testen wir derzeit zudem unterschiedliche Monofolien mit Rezyklat-Anteil.

Auch bei unseren Kartonverpackungen setzen wir auf den Kreislaufgedanken: Unsere Konzentrate und unsere Beauty Shot Ampullen sind in Faltschachteln aus 83 % Altpapier verpackt. Für Umkartons setzen wir ebenfalls Altpapier ein.

FAQ

Treibhausgase sind Bestandteile der Atmosphäre, die den natürlichen Treibhauseffekt ermöglichen und so dafür sorgen, dass die Erde überhaupt bewohnbar ist. Sie lassen die kurzwellige Sonnenstrahlung bis zur Erdoberfläche durch. Diese erwärmt sich und gibt die Energie als Infrarotstrahlung (Wärmestrahlung) wieder ab. Treibhausgase nehmen einen Teil dieser Wärmestrahlung auf und geben sie in alle Richtungen – auch zurück zur Erdoberfläche – wieder ab. Dadurch bleibt ein Teil der Wärme in der Atmosphäre gespeichert. Durch menschliche Aktivitäten wie die Verbrennung fossiler Energieträger, Industrieprozesse oder die Landwirtschaft steigt die Konzentration dieser Gase in der Atmosphäre. Dadurch wird der natürliche Treibhauseffekt verstärkt und der Klimawandel beschleunigt.

Zu den wichtigsten vom Menschen verursachten Treibhausgasen zählen Kohlendioxid (CO₂), Methan (CH₄), Lachgas (N₂O) sowie fluorierte Gase. Diese wurden im Kyoto-Protokoll als die im Rahmen des Abkommens zu begrenzenden Treibhausgase festgelegt. Da sie den Treibhauseffekt unterschiedlich stark beeinflussen, werden ihre Emissionen zur besseren Vergleichbarkeit in CO₂-Äquivalente (CO₂e) umgerechnet.

Klimaschutzprojekte werden zum Beispiel über Emissionszertifikate aus dem Emissionsrechtehandel finanziert. Durch den Kauf von Zertifikaten im Rahmen des Emissionsrechtehandels wird die Einsparung einer bestimmten Menge CO2 gewährleistet. Mit dem Kaufpreis, der für die Zertifikate berechnet wird, werden Klimaschutzprojekte finanziert, die diese Emissionseinsparung realisieren. Wichtig ist dabei, dass diese Projekte folgende Anforderungen erfüllen:

  • Zusätzlichkeit, d.h. das Projekt muss auf die Finanzerlöse aus dem Verkauf von CO2-Minderungszertifikaten angewiesen sein.
  • Ausschluss gegenläufiger Folgen, es darf also keine anderen negativen Umwelt- oder Klimaauswirkungen haben.
  • Keine Doppelzählungen der quantifizierten Klimaschutzmaßnahmen; nach der Durchführung müssen die Zertifikate in einem Register stillgelegt werden. Schaebens erhält dafür einen Löschnachweis.
  • Monitoring, d.h. die Projekte müssen hinsichtlich der tatsächlichen Erfüllung der versprochenen Ziele durch unabhängige und durch die Vereinten Nationen akkreditierte Organisationen überprüft werden.

Die Kriterien der Zusätzlichkeit und der Doppelzählung führen dazu, dass Projekte in der EU in der Regel nicht als Klimaschutzprojekte für den internationalen Emissionshandel zugelassen werden. Gerade die Zusätzlichkeit ist bei deutschen Projekten nicht gewährleistet: In Deutschland wird Grünstrom besonders vergütet, um Investitionen in diesem Bereich finanziell attraktiv zu machen. Die Förderung ist im EEG festgelegt und erfolgt über eine Umlage auf den allgemeinen Strompreis. Darüber hinaus tritt das Problem der Doppelzählung auf, da sämtliche CO2-Einsparungen, die nationale Projekte erreichen (z.B. Windkraftanlagen), von der Bundesregierung angerechnet werden, um ihre eigenen Ziele zu erreichen. Würde man diese Einsparung nun auch für einen CO2-Ausgleich von Unternehmen anrechnen, würden aus einer eingesparten Tonne CO2 rechnerisch zwei gemacht (einmal beim Unternehmen und einmal bei der Bundesregierung).

Bei diesen Berechnungen wird der gesamte Lebenszyklus von Produkten beachtet – vom Rohstoff über die Herstellung bis zur Entsorgung. Das heißt: Auch wenn der Recyclingprozess von Verpackungen mit Energieaufwand verbunden ist, die durch Sammlung, Transport, Sortierung und Verwertung entstehen, wirkt er in der Gesamtbetrachtung als Einsparung. Denn beim Recycling werden Sekundärrohstoffe gewonnen. Aus diesen als Kunststoffregranulat bezeichneten Teilchen können somit neue Produkte entstehen. Das spart zu Beginn des Lebenszyklus der neuen Produkte den Einsatz von primären Rohstoffen wie Erdöl. Wichtig ist dabei, zu berechnen, ob der Aufwand zur Herstellung eines Sekundärrohstoffes im Recyclingprozess geringer ist als die Herstellung der gleichen Menge aus Primärrohstoffen. Wenn ja, ist das Recycling sinnvoll.