Klimaschutzstrategie – 27 Ökologische Ziele

Schaebens ist als Familienunternehmen die Nr. 1 in der Gesichtspflege bzw. der Marktführer in Deutschland nach Menge und nach Wert auf Rang 6. Es folgen mit Nivea, Garnier und bebe sehr große und bekannte Marken von den weltumspannenden Konzernen Beiersdorf, L‘ORÉAL und Johnson & Johnson. Nach Menge Marktführer zu sein, bedeutet aber auch gleichzeitig viele Verpackungen bzw. sehr viel Abfall. Dies ist für die Konsumenten umso auffälliger, als dass 4 der 10 meistverkauften Gesichtspflegeprodukte Deutschlands von Schaebens sind (gem. Marktforschungsinstitut Nielsen LEH + Drogeriemarkt in 2020). Schaebens ist gleichermaßen die Nr. 1 in der Warengruppe Gesichtsmasken bzw. der Marktführer in Deutschland nach Menge und Wert (gem. Marktforschungsinstitut Nielsen LEH + Drogeriemarkt in 2020).

Maskenfächer

Als Nr. 1 in der Gesichtspflege und speziell bei Gesichtsmasken hat Schaebens den Anspruch und die Verantwortung, auch in Sachen Nachhaltigkeit führend zu sein. Schaebens verfügt auch deshalb über eine Klimaschutzstrategie mit u. a. 27 ökologischen Zielen. Zur Erreichung dieser Ziele setzt Schaebens seit vielen Jahren sehr erfolgreich einen umfangreichen Maßnahmenkatalog um.

Klimaneutralität

1. Klimaneutralität

Schaebens ist seit August 2018 klimaneutral bzw. CO2-neutral und damit gemäß ClimatePartner der erste führende Konsumgüterhersteller in Deutschland, der sein gesamtes Produktsortiment klimaneutral bzw. CO2-neutral umgestellt hat. Und auch in der Zukunft wird Schaebens klimaneutral bleiben.
Hierzu wird Schaebens auch zukünftig sämtliche nicht vermeidbare und/oder nicht reduzierbare CO2-Emissionen durch die Unterstützung international anerkannter Klimaschutzprojekte vollständig bzw. zu mindestens 100 % kompensieren.
Schaebens wird dabei zusammen mit ClimatePartner auch weiterhin das Klimaschutzprojekt im bedrohten Ökosystem des Amazonas in Portel (Brasilien) unterstützen, welches mit dem Verified Carbon Standard (VCS) sowie dem Climate, Community and Biodiversity Standard (CCBS) Gold Label zertifiziert wurde.

2. Carbon Footprints

Schaebens wird noch mehr Wissen über seine Carbon Footprints erlangen. Hierzu wird Schaebens auch zukünftig umfangreiche Informationen erhalten, um über den Schaebens Carbon Footprint („Corporate Carbon Footprint“/„CCF“) als Unternehmen, in Anlehnung an die Richtlinien des Greenhouse Gas Protocol Corparate Accounting and Reporting Standard („GHG Protocol Corporate Standard“) und für alle Schaebens Produkte über die Product Carbon Footprints („PCF“), in Anlehnung an die Richtlinien des Greenhouse Gas Protocol Product Life Cycle Accounting and Reporting Standard („GHD Protocol Produkt Standard“), umfassend informiert zu sein.
Schaebens will dazu auch weiterhin die Zusammenarbeit mit ClimatePartner als einem der führenden Lösungsanbieter im Klimaschutz für Unternehmen fortsetzen und weiter intensivieren. ClimatePartner wird auch zukünftig für Schaebens passgenaue Lösungen zur Bilanzierung und zum Ausgleich von CO2-Emissionen entwickeln, um Produkte und Dienstleistungen klimaneutral zu stellen. Die dazugehörige IT-Lösung ist vom TÜV-Austria zertifiziert.

3. CO2-Emissionsquellen identifizieren

Schaebens wird noch mehr Wissen über seine CO2-Emissionsquellen erlangen. Hierzu wird Schaebens auch zukünftig jährlich die CO2-Emissionen in einem Ergebnisbericht von ClimatePartner, differenziert nach Scope 1, 2 und 3 sowie den CO2-Emissionsquellen, dargestellt bekommen und die Informationen zu den CO2-Emissionsquellen eingehend analysieren und den intensiven Erfahrungsaustausch u. a. mit ClimatePartner weiter fortsetzen.

4. CO2-Emissionen reduzieren

Schaebens wird weiter eine Reduzierung der CO2-Emissionen vollziehen. Hierzu will Schaebens die gemäß jährlichem Ergebnisbericht von ClimatePartner zu ermittelnden CO2-Emissionen z. B. je Tonne Output, je Stück und/oder je Mitarbeiter in den nächsten 6 Jahren bzw. bis 2025 in Summe um 30 % reduzieren (Basis: Ergebnisbericht 2019 von ClimatePartner).
Schaebens wird dazu auch zukünftig nicht nur positiv auf die CO2-Emissionen einwirken, die direkt durch das Unternehmen gesteuert werden können (Scope 1), sondern auch Einfluss nehmen auf die indirekten CO2-Emissionen (Scope 2) sowie die CO-2 Emissionen, die nicht der direkten unternehmerischen Kontrolle (Scope 3) von Schaebens unterliegen.
Gemäß des Ergebnisberichtes für 2019 von ClimatePartner umfassen die Scope 1 Emissionsquellen für den Fuhrpark 1,9 % und für die Heizung 1,5 %, die Scope 2 Emissionsquellen für den Strom 0,6 % und die Scope 3 Emissionsquellen für die Verpackungen 33,3 %, für die Inhaltsstoffe 33,0 %, für die externen Lohnunternehmen 17,7 %, für die Eingangslogistik 8,2 %, für die Ausgangslogistik 2,3 %, für die Vorkette Energie 0,8 %, für die Mitarbeiteranfahrt 0,7 % und für die restlichen Emissionsquellen wie Geschäftsreisen, Büropapier, Entsorgung und Wasser in Summe 0,1 %.

5. Die größten CO2-Emissionsquellen

Schaebens wird sich auch weiterhin ergebnis- und zielorientiert auf die Reduzierung von CO2-Emissionen der größten CO2-Emissionsquellen konzentrieren. Hierzu wird sich Schaebens auf die Schaebens Produkte als größte CO2-Emissionenquelle konzentrieren. Denn auf diese entfielen gemäß des Ergebnisberichtes von ClimatePartner für 2019 84,0 % der gesamten CO2-Emissionen. Hierbei entfielen in 2019 mit 33,3 % die meisten CO2-Emissionen auf die Verpackungen.
Daher wird Schaebens auch zukünftig weiter insbesondere die Verpackungen der Schaebens Produkte optimieren, weil hierdurch, im Vergleich zum Wettbewerbsumfeld, die größten Verbesserungen bei den CO2-Emissionen erreicht werden können.

6. CO2-Emissionen: Optimierung der Verpackungen

Schaebens wird weiter die CO2-Emissionen über eine Optimierung der Schaebens Produkte bezüglich deren Verpackungen als größte CO2-Emissionsquelle reduzieren. Hierzu werden auch weiterhin über alle Schaebens Produkte hinweg die durchschnittlichen CO2-Emissionen im Vergleich zu andersartigen Verpackungen des direkten und relevanten Wettbewerbs deutlich niedriger sein.
Schaebens will dazu auch zukünftig nur solche Verpackungen einsetzen, die zu vergleichsweise niedrigeren CO2-Emissionen z. B. je ml Inhalt, je Anwendung, je Tagesdosierung usw. auf Basis von Cradle-to-Gate, im Vergleich zu andersartigen Verpackungsvarianten der relevanten Wettbewerbsprodukte führen. Hierzu ist das Wissen um die CO2-Emissionen dahingehend weiter zu verbessern, dass nicht nur zu allen Schaebens Produkten die CO2-Emissionen z. B. je ml Inhalt, je Anwendung, je Tagesdosierung usw. auf Basis von Cradle-to-Gate bekannt sind, sondern auch die der andersartigen Verpackungsvarianten von relevanten Wettbewerbsprodukten.

7. CO2-Emissionen: Optimierung der Inhaltsstoffe

Schaebens wird weiter die CO2-Emissionen über die Optimierung der Schaebens Produkte bezüglich der Inhaltsstoffe als zweitgrößte CO2-Emissionsquelle reduzieren. Hierzu werden auch weiterhin die Rezepturen für alle Schaebens Produkte bezüglich deren Inhaltsstoffe, insbesondere mit den Lohnherstellern, Laboren und Instituten, fortlaufend überprüft und gegebenenfalls optimiert.
Schaebens will dazu auch zukünftig zusätzliche Aspekte wie z. B. den umfangreichen Forderungskatalog von Öko-Test berücksichtigen, um, wenn möglich und sinnvoll, auch weiterhin regelmäßig in allen Öko-Test-Bewertungen für die einzelnen Schaebens Produkte mit Sehr gut und/oder Gut bewertet zu werden.

8. CO2-Emissionen: Optimierungen bzgl. externer Lohnunternehmen

Schaebens wird weiter die CO2-Emissionen über die Optimierung der Schaebens Produkte bezüglich der externen Lohnunternehmen als drittgrößte CO2-Emissionsquelle reduzieren. Hierzu werden auch weiterhin mit allen Lohnunternehmern deren Leistungen fortlaufend überprüft und gegebenenfalls optimiert.
Schaebens wird dazu auch zukünftig positiv auf die Lohnunternehmer als wichtigsten Bestandteil der gesamten Lieferkette einwirken, ganz im Geist der vom VCI (Verband der Chemischen Industrie) in 2019 erhaltenen Auszeichnung „Responsible-Care-Wettbewerb 2019/Sonderauszeichnung Mittelstand“.

9. Reduzierung der kleineren Emissionsquellen

Auch wenn sich Schaebens weiterhin auf die Reduzierung von CO2-Emissionen bei den größten 3 CO2-Emissionsquellen konzentrieren wird, so wird Schaebens die restlichen ca. 10 % der Emissionsquellen nicht vernachlässigen, da diese Maßnahmen u. a. in der öffentlichen Wahrnehmung eine besondere Bedeutung haben. Hierbei ist aber stets zu beachten, dass alle zu ergreifenden Maßnahmen einen positiven und maßgeblichen Beitrag leisten und kein Greenwashing betrieben wird.
Daher wird Schaebens auch weiterhin die kleineren CO2-Emissionsquellen wie den Fuhrpark und die Heizung in Scope 1, den Strom in Scope 2 und die Ein- und Ausgangslogistik, die Vorkette Energie, die Mitarbeiteranfahrt, Geschäftsreisen, Büropapier, Entsorgung und Wasser in Scope 3 fortlaufend überprüfen und gegebenenfalls optimieren.
Schaebens wird hierzu auch zukünftig weiter auf die kleineren CO2-Emissionsquellen achten. Hierbei sollen auch für Verbraucher nachvollziehbare und bedeutsame Maßnahmen, wie z. B. die sukzessive Umstellung des Fuhrparks auf alternative Antriebsformen, wie z. B. auf E-Cars und Plug-in-Hybridfahrzeuge, wahrnehmbar umgesetzt werden.

10. E-Cars und Plug-in-Hybridfahrzeuge

Schaebens wird weiter bis Herbst 2024 den ganzen firmeneigenen Fuhrpark auf alternative Antriebsformen umstellen.
Hierzu will Schaebens die gemäß jährlichem Ergebnisbericht von ClimatePartner zu ermittelnden durchschnittlichen CO2-Emissionen je Fahrleistung in den nächsten 6 Jahren bzw. bis 2025 in Summe um 25 % (Basis: Ergebnisbericht 2019 von ClimatePartner) reduzieren.
Schaebens wird dazu die sukzessive Umstellung des gesamten Fuhrparks auf E-Cars, Plug-in-Hybridfahrzeuge, Wasserstoff usw., gegebenenfalls noch schneller als geplant, vollziehen.

Plastikneutralität & Verpackungen

11. Plastikneutralität

Schaebens ist seit Juni 2019 plastikneutral und wird auch weiterhin die Zusammenarbeit mit Plastic Bank fortsetzen und plastikneutral bleiben.
Hierzu wird Schaebens auch zukünftig als Ausgleich für die in den Markt eingebrachten Kunststoffmengen zu mindestens 100 % Plastik aus der Umwelt/Natur einsammeln, sortieren, aufbereiten, wieder der Recycling-Wertschöpfungskette zuführen und/oder fachgerecht entsorgen/vernichten.

12. Ermittlung der Recyclingfähigkeit

Zu allen Schaebens Produkten wurde bereits mehrfach deren Recyclingfähigkeit ermittelt.
Bereits 2013 wurde bei Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH (DSD) eine vollumfängliche Verpackungsanalyse für das gesamte Sortiment in Auftrag gegeben. Nach Aussage des ehemaligen Leiters Sustainability Services vom DSD Herrn Timothy Glaz stellte eine Analyse in 2013 an sich bereits eine Seltenheit in Deutschland dar. Mit einer Analyse über das gesamte Sortiment war Schaebens damals auch diesbezüglich einzigartig in der Kosmetikbranche in Deutschland.
Schaebens hat zusätzlich ab 2020, in enger Abstimmung mit dem DSD, das Institut cyclos – HTP beauftragt für alle Schaebens Produkte jeweils eine individuelle Bewertung der Recyclingfähigkeit zu erstellen. Für alle Schaebens Produkte liegen uns unterdessen entweder die exakte Recyclingfähigkeit in Prozent oder zumindest eine entsprechende Indikativbewertung vor.
Schaebens wird hierzu auch zukünftig das Institut cyclos – HTP beauftragen die Recyclingfähigkeit für alle neuen Produkte festzustellen.

13. Angabe des Prozentwerts der Recyclingfähigkeit

Viele Schaebens Produkte sind seit Januar 2021 mit dem von cyclos – HTP ermittelten Prozentwert für deren Recyclingfähig mit dem jeweiligen Prozentwert gekennzeichnet.
Die Anzahl der Schaebens Produkte, die mit ihrer individuellen und exakten Recyclingfähigkeit gekennzeichnet sind, soll fortwährend ausgebaut werden. Außerdem will Schaebens an dem Wissen um die Recyclingfähigkeit und an der Optimierung der Recyclingfähigkeit fortlaufend weiterarbeiten.

14. Gesetzliche Vorgaben zur Recycling-Quote

Hierdurch wird es auch für Schaebens immer wichtiger, insbesondere die Verbesserung der Recyclingfähigkeit der Schaebens Produkte voranzutreiben, die bislang eine noch zu geringe Recyclingfähigkeit haben. Ein solches Handlungspotential besteht zum einen bei Schaebens Produkten bei denen als Primärpackmittel Blister bzw. Tiefziehteile für Kapseln, Tabletten, Dragees, Konzentrate bzw. Twist-Off-Kapseln und Ampullen verwendet und zum anderen bei PET-Flaschen die für Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt werden.
Schaebens begrüßt und fördert daher das BAH-Forschungsprojekt Verpackungen „Suche nach Alternativen für nicht recyclingfähige             Barriereverbundfolien“ sehr und hofft hierdurch auch einen weiteren positiven Beitrag zur Erhöhung der Recyclingfähigkeit leisten zu können.

15. Sogenannte „Recyclingfähigkeitsquote“

Damit das Schaebens Sortiment einen „sehr“ positiven Beitrag zur Erfüllung der laufend steigenden Recyclingquoten beitragen kann, gilt es nicht nur die Recyclingfähigkeit aller Schaebens Produkte fortwährend zu steigern, sondern auch zu wissen wie hoch die eigene Schaebens Recyclingquote ist.
Hierzu haben wir die von uns sog. „Recyclingfähigkeitsquote“ als Modellberechnung eingeführt. Dazu werden von allen Schaebens Produkten die Abverkaufsmengen mit deren Verpackungsgewicht gem. ClimatePartner und der jeweiligen Recyclingfähigkeit gem. cyclos – HTP multipliziert.
Schaebens hat erstmals für 2020 diese Recyclingfähigkeitsquote mit 54% bis 63% berechnet.

16. Erhöhung der Vorgaben der Recyclingquoten

Der Gesetzgeber erhöht kontinuierlich die Vorgaben bezüglich der Recyclingquoten. Hierzu soll das Schaebens Sortiment immer so weiter optimiert werden, dass die Recyclingfähigkeitsquote über das gesamte Sortiment immer merklich über der vom Gesetzgeber vorgegebenen Recyclingquote liegt.
Schaebens will daher auch weiterhin fortwährend nach diesbezüglichen Optimierungen suchen und diese auch erfolgreich umsetzen. Ausgehend von der o. g. Recyclingfähigkeitsquote für 2020 von 54% bis 63 % kann durch diverse Optimierungen auf Basis der gleichen Abverkaufsdaten diese Recyclingfähigkeitsquote für 2021 mit 65% bis 73% hochgerechnet werden.

17. Erhöhung der Recycling-Quoten

Schaebens wird weiter die Recycling-Quote durch Optimierungen aller Verpackungsmaterialien (Primär-, Sekundär-, Tertiär- und Transportverpackungen) erhöhen.
Hierzu wird Schaebens auch zukünftig alle Verpackungsmaterialien regelmäßig auf Verbesserungsmöglichkeiten bezüglich deren Recycling-Quote überprüfen und gegebenenfalls optimieren.
Schaebens wird dazu sein bisheriges Engagement zur Erhöhung der Recycling-Quote weiter fortsetzen. Hierzu wurden bei vielen Schaebens Masken bereits zwei Folienwechsel vollzogen. Der erste Folienwechsel im Herbst 2018 erfolgte hierbei von einer schweren auf eine deutlich leichtere mehrlagige Verbundfolie mit Aluminium. Von dieser erfolgte dann im Sommer ein Wechsel auf einen Einstoffverbund (Recycling Code 5 – PP). Dadurch wurde gem. dem Institut cyclos – HTP die Recyclingfähigkeit z. B. bei der Schaebens Anti-Falten Maske von ursprünglich 23%, über ca. 24% auf 93% gesteigert.

18. Erhöhung der Rezyklat-Quote

Schaebens wird weiter die Rezyklat-Quote durch Optimierungen aller Verpackungsmaterialien (Primär-, Sekundär-, Tertiär- und Transportverpackungen) erhöhen.
Hierzu wird Schaebens sein bisheriges Engagement zur Erhöhung der Rezyklat-Quote u.a. auch dahingehend fortsetzen, dass bei der Schaebens Aktivkohle Strong Peel-Off Maske 75 ml im Sommer 2021 auf eine Kunststoffrundtube aus mindestens 50% Rezyklat gewechselt wird. Bei der Schaebens Totes Meer Med+ Serie erfolgt zwar dahingehend ein Wechsel von 100% Rezyklat auf „nur“ noch mindestens 50% Rezyklat, aber dennoch wird auch hiermit unsere Rezyklatinitiative erfolgreich weiter fortgesetzt. Durch den Wechsel auf eine Rundtube werden nämlich elementare Mängel von Kopfstehflaschen aus 100% Rezyklat behoben und zusätzlich je ml Inhalt das Gewicht um mehr als 20% und das Volumen um ca. 30% gesenkt sowie die CO2-Emissionen je nach Bezugsgröße sogar konstant gehalten. Durch den Wechsel konnte gem. dem Institut cyclos – HTP sogar die Recyclingfähigkeit von 70 bis 90% auf 91% gesteigert werden.
Schaebens wird hierzu sein bisheriges Engagement zur Erhöhung der Rezyklatquote weiter fortsetzen. Es gilt hierbei alle Verpackungsmaterialien, d. h. sowohl die Primär- als auch die Sekundär-, Tertiär- und Transportverpackungen, gleichermaßen im Blick zu behalten und gegebenenfalls zu optimieren. Auch hierbei soll nicht nur der Blick auf die aus Sicht der Verbraucher wahrnehmbaren Verkaufsverpackungen gerichtet werden.

Biologische Abbaubarkeit

19. Erhöhung der biologischen Abbaubarkeit

Schaebens will weiter die Anzahl der Produkte mit biologisch abbaubaren Verpackungsmaterialien und/oder deren Rezepturen bzw. Produktinhalten erhöhen.
Hierzu werden bei allen Schaebens Produkten auch zukünftig regelmäßig die Verpackungen und die Rezepturen bzw. Produktinhalte bezüglich deren biologischer Abbaufähigkeit überprüft und gegebenenfalls optimiert.
Schaebens setzt hierzu z. B. bereits ab dem Frühjahr 2020 bei den neuen Schaebens Tuch Masken ein biologisch abbaubares Vlies aus 100% Naturfasern ein.

0% Mikroplastik

20. 0% Mikroplastik

Bei allen Schaebens Produkten sind die Rezepturen seit Oktober 2015 frei von Mikroplastik und werden auch weiterhin mikroplastikfrei sein.
Hierzu werden bei allen Schaebens Produkten auch zukünftig die Rezepturen zu 100% mikroplastikfrei sein, d. h. gemäß der offiziellen Definition aus dem Amtsblatt L 180/2017 kein Mikroplastik (Partikel mit einer Größer von weniger als 5 mm eines unlöslichen, makromolekularen Kunststoffs, der durch ein bestimmtes Verfahren gewonnen wird) enthalten.
Schaebens wird hierzu auch zukünftig 0% Rohstoffe bzw. Wirkstoffe mit Mikroplastik, sondern alternative Rohstoffe bzw. Wirkstoffe, wenn möglich sogar natürlichen Ursprungs, einsetzen.

Strom & Energie

21. Grüner Strom

Schaebens setzt seit August 2019 „Ökostrom““ ein. Schaebens wird auch weiter nur Ökostrom einsetzen.
Daher setzt Schaebens auch zukünftig 0% Strom aus nicht erneuerbaren Energiequellen ein.
Schaebens wird auch zukünftig zu 100% Strom aus erneuerbaren Energiequellen einsetzen. Der Einsatz von „Grünem Gas“ kommt leider zurzeit noch nicht in Frage, da ausreichende Mengen an „Grünem Gas“ nicht zur Verfügung gestellt werden können.

22. Senkung des Energieverbrauchs

Schaebens will weiter den durch den jährlichen Ergebnisbericht von ClimatePartner zu ermittelnden Energieverbrauch auf der Fläche der Geschäftsräume senken.
Hierzu will Schaebens auch zukünftig den gemäß jährlichem Ergebnisbericht von ClimatePartner zu ermittelnden Energieverbrauch auf der Fläche der Geschäftsräume z. B. je qm in den nächsten 6 Jahren bzw. bis 2025 um in Summe 10% (Basis: Ergebnisbericht 2019 von ClimatePartner) reduzieren.
Schaebens wird hierzu auch zukünftig auf Berater wie z. B. die Energieberater von der Kölner Smarte Energie GmbH zurückgreifen, durch die ab 02.2018 der Einsatz energieeffizienter Geräte, wie z. B. LED-Leuchten und der Einsatz einer neuen Heizungsanlage, möglich wurde.

23. Photovoltaik

Schaebens setzt auf Photovoltaik.
Leider kann Schaebens, gemäß eines umfangreichen Gutachtens aus 2019, auf die ganzen bestehenden Dachflächen von 3.640,3 qm, die über 20 Jahre alt sind, (noch) nicht vollständig Photovoltaikanlagen installieren. Erfreulicherweise konnte aber bereits auf einer Teilfläche der beiden großen Lagerhallen eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 54,06 kWp und einem Eigenverbrauchsanteil von ca. 59% aufgebaut werden. Der Ausbau der Photovoltaik wird selbstverständlich weiter fortgesetzt. Auf die noch unbebauten Grundstücksflächen kann leider keine Photovoltaik gebaut werden, da die Restfläche von ca. 16% als Ausbaureserve für weitere Büros und Lagerräumlichkeiten freigehalten werden muss.
Schaebens will hierzu in der Zukunft bei sanierten und neu zu bauenden Gebäuden, wenn möglich und sinnvoll, weitere Photovoltaikanlagen installieren.

Logistikprozesse

24. Optimierung der Logistikprozesse

Schaebens wird weiter die Eingangs- und Ausgangslogistik durch eine Optimierung der Logistikprozesse verbessern.
Hierzu will Schaebens auch weiterhin die gemäß jährlichem Ergebnisbericht von ClimatePartner zu ermittelnden CO2-Emissionen für die Eingangs- und Ausgangslogistik z. B. je Tonne Output und/oder je Stück in den nächsten 6 Jahren bzw. bis 2025 in Summe um 15 % (Basis: Ergebnisbericht 2019 von ClimatePartner) reduzieren.
Schaebens will dazu auch zukünftig die Logistik dahingehend optimieren, dass alle Transporte, wenn möglich und sinnvoll, innerhalb Deutschlands/Europa nur in vollen LKWs und beim außereuropäischen Export/Import über den Seeweg und die Schienen erfolgen.

Informationsanspruch

25. Mitarbeiterverantwortung

Schaebens wird weiter die Verhaltensweisen der Mitarbeiter dahingehend positiv beeinflussen, dass diese z. B. ihr Heizverhalten verbessern, den Stromverbrauch reduzieren, noch intensiver öffentliche Verkehrsmittel nutzen, Fahrgemeinschaften bilden und/oder mit dem Fahrrad die An- und Abfahrt vollziehen.
Hierzu wird Schaebens die Mitarbeiter auch zukünftig  regelmäßig über wichtige und aktuelle Themen zur Nachhaltigkeit im Rahmen von Mitarbeiterinformationsveranstaltungen und Abteilungsleiter- und Geschäftsleitungsmeetings (1 mal im Monat bis 1 mal im Tertiär) informieren.
Zukünftig soll der Austausch und die Weitergabe von Informationen an die Mitarbeiter noch häufiger erfolgen und diese sowohl informieren als auch sensibilisieren, z. B. durch den bereits bestehenden Nachhaltigkeitskatalog und zusätzlich z. B. durch interne Wettbewerbe, um weitere Verbesserungspotentiale zu finden und so die Mitarbeiter noch stärker in die Klimaschutzstrategie einzubinden.

26. Informationsanspruch: Verbraucher

Schaebens wird die Verbraucher auch weiterhin noch besser und intensiver über den richtigen Umgang sowie die Entsorgung und Verwertung von Verpackungen der Schaebens Produkte informieren.
Hierzu wird Schaebens die Verbraucher auch weiterhin regelmäßig über wichtige und aktuelle Themen zur Nachhaltigkeit informieren.
Schaebens wird dazu auch zukünftig noch häufiger in der direkten Konsumentenkommunikation positive Praxisbeispiele darstellen.

27. Informationsanspruch: Öffentlichkeit

Schaebens wird weiter die Öffentlichkeit, NGOs und Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft noch umfangreicher über die Vor- und Nachteile alternativer Verpackungsvarianten informieren.
Hierzu wird sich Schaebens auch weiterhin regelmäßig mit umfangreichen Informationen direkt an die Öffentlichkeit, NGOs und die Entscheidungsträger aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft wenden.

Schaebens wird dazu zukünftig noch häufiger Auftritte in der Öffentlichkeit vollziehen, wie z. B. bei:

Auch Klimaschutzziele müssen überprüfbar und damit messbar sein. CO2-Emissionen, Recyclingfähigkeit und Rezyklatquote sind hierzu drei besonders geeignete und auch populäre Kennziffern. Das Wissen um diese Kennziffern ist hierbei von elementarer Bedeutung. Daher arbeiten Mitglieder der Unternehmerfamilie seit mehreren Jahrzehnten nicht nur selber akademisch an diesen Themen, sondern seit vielen Jahren auch mit führenden Instituten und Institutionen zusammen.

Wir sind stolz darauf der erste führende Konsumgüteranbieter in Deutschland zu sein, der sein gesamtes Sortiment klimaneutral gestellt hat. Wir sind gleichermaßen stolz auf das Wissen, was wir uns nicht nur über unser eigenes Sortiment erarbeitet haben. Dieses Wissen wird erst recht bei einem mittelständischen Familienunternehmen nicht erwartet. Wir haben nicht nur das Wissen um die CO2-Emissionen aller unserer eigenen Produkte, sondern wissen gleichermaßen, wie sich alle alternativen Verpackungen unserer relevanten Wettbewerber, fiktiv für unsere Produkte eingesetzt, auswirken würden. Des Weiteren haben wir das Wissen um die Recyclingfähigkeit aller unserer Produkte.

Wie erfolgreich Schaebens dieses Wissen umsetzt, kann aus zwei internen Modellberechnungen abgeleitet werden.

  1. Würden für alle Schaebens Produkte nicht deren Verpackungen zum Einsatz kommen, sondern die jeweils unter dem Aspekt von CO2-Emissionen schlechteste Verpackung von einem direkten und relevanten Wettbewerber, so würde sich das Verpackungsgewicht um ca. das 5-fache, das Verpackungsvolumen um ca. das 3-fache und die CO2-Emissionen um ca. das 4-fache erhöhen. Diese Gewichtszunahme würde dem Gewicht von ca. 498 Elefanten und diese Volumenzunahme dem Volumen von ca. 73.000 üblichen Omnibussen entsprechen. Des Weiteren würde diese Zunahme an CO2-Emissionen einer PKW-Fahrt von ca. 10,7 Mio. km bzw. 268 Erdumrundungen, dem jährlichen Fußabdruck von ca. 412 Europäern und der jährlichen CO2-Bindung von ca. 277.000 Buchen entsprechen.
  2. Die zahlreichen Verpackungsoptimierungen verbessern auch deutlich die Recyclingfähigkeit des gesamten Schaebens Produktsortimentes. Auf Basis der Abverkaufsdaten von 2020, der Verpackungsgewichte der einzelnen Produkte gem. ClimatePartner und der jeweiligen Recyclingfähigkeit gem. cyclos – HTP, können wir über eine Modellrechnung darstellen, dass die von uns sog. Recyclingfähigkeitsquote vor den o. g. Verpackungsoptimierungen bereits erfreuliche 54% bis 63% betrug. Nach Umsetzung der zahlreichen Verpackungsoptimierungen steigt diese Recyclingfähigkeitsquote sogar auf 65% bis 73% an. Wenn dann auch noch weitere bereits gestartete Optimierungsmaßnahmen mittelfristig erfolgreich sind, könnte die Recyclingfähigkeitsquote auf 80% bis 90% für das gesamte Schaebens Produktsortiment ansteigen.

Positive Veränderungen sind nur mit dem entsprechenden Wissen erfolgreich möglich!

Alle Ziele, Maßnahmen und Kennziffern sind hierbei so auszurichten, dass sich aus Kundensicht nicht die Produktqualität, der Produktnutzen, das Preis-/Leistungsverhältnis usw. in Summe nachteilig verändert, und aus Unternehmenssicht nicht die ökologischen und ökonomischen Unternehmensziele usw. gefährdet werden.