Schaebens ist klimaneutral

Seit dem 01. August 2018 sind alle Schaebens-Produkte und das Unternehmen selber klimaneutral. Damit ist Schaebens der erste führende Konsumgüterhersteller in Deutschland, der seine gesamte Produktrange klimaneutral gestellt hat.

Das Problem

Der Klimawandel stellt eines der größten globalen Probleme unserer Zeit dar. Wir alle erzeugen zwangsläufig Treibhausgase. Auf Unternehmensebene  können diese beispielsweise durch die Verpackung, die Inhaltsstoffe, die Herstellung der Produkte, die Nutzung von Elektrizität, die Anreise der Mitarbeiter u.v.m entstehen. Die freigesetzten Emissionen erhöhen die Konzentration der Treibhausgase in der Erdatmosphäre und verstärken somit den Treibhauseffekt. Die Folge ist ein Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperaturen und der daraus resultierende Klimawandel. Ziel von Unternehmen sollte es entsprechend sein, die eigene Treibhausgasbelastung so gering wie möglich zu halten, um diesen Effekt nicht weiter zu verstärken.

Was bedeutet Klimaneutralität?

Klimaneutralität beutetet, dass eine Aktivität in Summe keine negative Wirkung auf das Klima hat. Dies ist gegeben, wenn klimaschädliche Treibhausgase vollständig vermieden oder auf ein Minimum reduziert und ausgeglichen werden. Dabei werden Prozesse und Ressourcen klimatechnisch optimiert, um den eigenen ökologischen Fußabdruck zu minimieren. Für alle nicht reduzier- bzw. vermeidbaren Emissionen gibt es die Möglichkeit der Kompensation. Die Kompensation ermöglicht es, notwendige Emissionen durch die Unterstützung von anerkannten und zertifizierten Klimaschutzprojekten auszugleichen. Wo der Ausgleich der Emissionen stattfindet, spielt – im Gegensatz zur Luftverschmutzung – keine Rolle. Wichtig ist, dass die weltweiten Emissionen in der Summe abnehmen. Entsprechend können deutsche Unternehmen ihre Emissionen auch durch die Unterstützung von internationalen Klimaschutzprojekten ausgleichen und so klimaneutral werden. Die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen in Entwicklungsländern ist durch den Clean Development Mechanism (CDM) des Kyoto-​Protokolls geregelt und vorgegeben.

Schaebens – klimaneutrales Unternehmen

Als traditionelles Familienunternehmen gehört es zu unseren wichtigsten Aufgaben, Verantwortung für Mensch und Natur zu übernehmen. Hierfür ist es von entscheidender Bedeutung die Folgen und Auswirkungen unseres Handelns auf die Ökosysteme zu kennen. Nur wenn uns die diesbezüglichen Basiswerte bekannt sind, ist ein umweltorientiertes Verhalten für uns als Unternehmen möglich.

Im ersten Schritt hat sich Schaebens in Zusammenarbeit mit ClimatePartner, einem der führenden Anbieter für Kompensationslösungen, den eigenen Corporate Carbon Footprint (CCF) berechnen lassen. Der CCF ist die CO2-Bilanz eines Unternehmens und bildet deren gesamten Treibhausgasemissionen ab. Die Berechnung wurde nach geltenden Standards des GHG-Protokolls, einem international anerkannteren Standard für die Bilanzierung von Unternehmensemissionen, durchgeführt und durch eine unabhängige Prüforganisation bestätigt.

Diese Berechnung ist sinnvoll und notwendig, um einen Überblick über alle entstehenden Emissionswerte zu erhalten. Durch die Analyse der Ergebnisse können ökologische Schwachstellen und relevante Emissionsquellen entlang der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsstufen – insbesondere des Standorts, der Mobilität, der Logistik, der Rohstoffe, der Verpackung und der Herstellung der Produkte –identifiziert werden. Damit bildet der CCF die Grundlage für die Entwicklung der nachhaltigen Klimaschutzstrategie von Schaebens, in der Ziele, Maßnahmen und Verantwortlichkeiten zur Reduktion und Vermeidung von Treibhausgasemissionen für sämtliche Unternehmensabläufe festgelegt werden. Außerdem dient die jährliche Erstellung des CCFs dazu, zu überprüfen, ob die gesetzten Ziele erreicht wurden, in welchen Bereichen Fortschritte erzielt werden konnten und in welchen Bereichen Handlungsbedarf zur CO2-Reduktion besteht.

Da die Berechnung einer CO2-Bilanz immer nachträglich durchgeführt wird, hat Schaebens zunächst alle bereits verursachten Emissionen für das Jahr 2017 durch ein anerkanntes und nach höchsten Standards zertifiziertes Klimaschutzprojekt ausgleichen lassen. Gemeinsam mit  ClimatePartner haben wir uns dafür entschieden, ein Klimaschutzprojekt im bedrohten Ökosystem des Amazonas in Portel (Brasilien) zu unterstützen. Seit 2018 werden jährlich die erzeugten Emissionswerte berechnet, reduziert, vermieden und kompensiert, um eine dauerhafte Klimaneutralität herzustellen.

Ein Überblick über unseren Emissionsausgleich und die gesamte Kompensationsmenge findet sich auf unserer ID-Tracking-Seite. Alternativ ist er ebenso durch die Eingabe unserer Tracking-ID 12669-1802-1001 auf der Homepage von ClimatePartner auffindbar.

FAQ

Ist CO2-Kompensation kein Ablasshandel?

Eine reine Kompensation der entstehenden Treibhausgase, ohne entsprechende Maßnahmen zu Vermeidung und Reduzierung, kann durchaus als moderner Ablasshandel angesehen werden. Freiwillige Kompensation sollte immer nur eine Lösung für notwendige Emissionen sein. Denn besser als Treibhausgase anderer Stelle wieder einzusparen, ist es, sie gar nicht erst zu erzeugen. Nur so wird langfristig ein Umdenken stattfinden. Deswegen arbeitet Schaebens dauerhaft daran die eigene Treibhausgasbelastung zu optimieren und ausschließlich die notwendigen Emissionen zu kompensieren. Auf diese Weise kann eine sinnvolle Klimaneutralität hergestellt werden. Schaebens hat sich hier früh auf den Weg gemacht und bereits verschiedene Maßnahmen zur Optimierung durchgeführt. Auch zukünftig wird dieser Weg weiter fortgeführt.

Was sind Treibhausgase?

Die im Kyoto-Protokoll reglementierten Treibhausgase sind: Kohlenstoffdioxid (CO2, dient als Referenzwert), Methan (CH4), Distickstoffmonoxid (Lachgas, N2O), Fluorkohlenwasserstoff (FKW), Schwefelhexafluorid (SF6) und Stickstofftrifluorid (NF3). Zur Berechnung der Treibhausgasemissionen werden die Emissionswerte in CO2-Äquivalente umgerechnet. Dadurch können die unterschiedlichen Treibhauspotenziale berücksichtigt werden. Treibhausgasemissionen, die nach derzeitigem Stand der Technik oder aus existenziellen Gründen nicht vermieden oder verringert werden können, sollten ausgeglichen werden, um Klimaschutzmaßnahmen an anderen Orten der Welt zu fördern.

Wie funktionieren Klimaschutzprojekte?

Klimaschutzprojekte sind Maßnahmen, die durch Emissionszertifikate aus dem Emissionsrechtehandel finanziert wurden. Durch den Kauf von Zertifikaten im Rahmen des Emissionsrechtehandels wird die Einsparung einer bestimmten Menge CO2 gewährleistet. Mit dem Kaufpreis, der für die Zertifikate berechnet wird, werden nachhaltige Klimaschutzprojekte finanziert, die diese Emissionseinsparung realisieren. Wichtig ist dabei, dass diese Projekte vor allem folgende Anforderungen erfüllen: • Zusätzlichkeit: Das Projekt muss zur Realisierung auf die Finanzerlöse aus dem Verkauf von CO2-Minderungszertifikaten angewiesen sein. • Ausschluss gegenläufiger Folgen: Keine anderen negativen Umwelt- oder Klimaauswirkungen z. B. Störung des ökologischen Kreislaufes oder ähnliches. • Keine Doppelzählungen: Die quantifizierten Klimaschutzmaßnahmen dürfen nicht doppelt gezählt werden und müssen nach der Durchführung im Zertifikatsregister stillgelegt werden. Schaebens erhält dafür einen Löschnachweis von ClimatePartner. • Monitoring: Überprüfung der Projekte hinsichtlich der tatsächlichen Erfüllung der versprochenen Ziele (Mengen) durch unabhängige und durch die Vereinten Nationen akkreditierte Organisationen.